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Max-Planck-Institut für Informatik, 12. Dezember 2003

Herausragende Ehrungen für Saarbrücker Max-Planck-Direktor: Thomas Lengauer mit Konrad-Zuse-Medaille ausgezeichnet und in die Akademie Leopoldina aufgenommen

Release Date: 09.07.2003

Prof. Dr. Thomas Lengauer, Ph.D., Direktor am Saarbrücker Max-Planck-Institut für Informatik, ist der diesjährige Preisträger der Konrad-Zuse-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Gesellschaft für Informatik. Die Medaille wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die sich auf dem Gebiet der Informatik in Forschung, Technik oder Anwendung in herausragender Weise ausgewiesen haben. Sie ist nach dem deutschen "Vater des Computers", Konrad Zuse, benannt, dem Erfinder und Erbauer der weltweit ersten programmgesteuerten Rechenmaschine. Die Gesellschaft für Informatik ist mit 24.000 Mitgliedern die größte Organistation im Bereich Informatik im deutschsprachigen Raum.

Darüber hinaus wurde Lengauer in die "Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina" berufen. Die "Leopoldina" ist die älteste deutsche Wissenschaftsakademie. Sie wurde 1652 gegründet und besteht seither über 350 Jahre ohne Unterbrechung. Sie folgt seit ihrer Gründung dem Prinzip, über die Grenzen der Fachgebiete und der Länder hinaus, durch eine freie Vereinigung von Gelehrten im Sinne einer humanen Wissenschaftsentwicklung zu wirken. Der Leopoldina gehören jeweils ca. 1000 Wissenschaftler in aller Welt an. Zu den prominentesten unter ihnen gehörten unter anderen auch Johann-Wolfgang von Goethe und Albert Einstein.

Thomas Lengauer, geb. 1952, ist seit zwei Jahren Direktor am Saarbrücker Max-Planck- Institut für Informatik und seitdem Leiter der Arbeitsgruppe "Bioinformatik und angewandte Algorithmik". Lengauer studierte Mathematik und Informatik in Berlin und Stanford und habilitierte Anfang der Achtziger an der Universität des Saarlandes. In den siebziger und achtziger Jahren leistete er Forschungsbeiträge zur theoretischen Informatik und zur Methodik des rechnergestützten Entwurfs integrierter Schaltungen. Lengauer wies als einer der Ersten auf die Bedeutung der Bioinformatik hin und machte sie in Deutschland populär. Ein wesentliches Anliegen seiner Arbeit war und ist der Transfer neuer algorithmischer Ideen in die Anwendung. Seine aktuellen wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen im Bereich der Analyse biologischer und chemischer Strukturen sowie der rechnergestützten Suche nach neuen Arzneimittelwirkstoffen. Lengauer ist ebenfalls Mitglied und derzeit Sprecher des "Zentrum für Bioinformatik" an der Universität des Saarlandes.

Die Verleihung der Konrad-Zuse-Medaille findet am 1. Oktober 2003 im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik "Informatik 2003" in Frankfurt statt.

Weitere Informationen zur Arbeit des MPI für Informatik sind unter http://www.mpi-sb.mpg.de zu finden.

Für Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung:

Max-Planck-Institut für Informatik
Dipl.-Inform. Christoph Storb
Stuhlsatzenhausweg 85
66123 Saarbrücken
Tel.: 0681 / 9325-900
Fax: 0681 / 9352-999
Email: mpi@mpi-sb.mpg.de
WWW: http://www.mpi-sb.mpg.de

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